Defektprothese

Eine Defektprothese ist eine aus der Mundhöhle herausnehmbare Prothese, die nicht nur Zähne, sondern auch Teile der Kiefer ersetzt. Das Fehlen von Zähnen und Teilen der Kiefer kann Folge einer Tumoroperation, eines Unfalls oder auch einer angeborenen Fehlbildung sein. Diese Prothesen dürfen daher mit üblichem Zahnersatz nicht gleichgesetzt werden: Sie ersetzen nicht nur Zähne, sondern auch die Teile der Kiefer, die sonst die Zähne tragen. Im Fall der Eröffnung von Körperhöhlen, z.B. der Nasen- oder Kieferhöhle, stellen diese Prothesen die Trennung zwischen Mund- und Nasen- bzw. Kieferhöhle wieder her und ermöglichen so das Schlucken ohne Flüssigkeitsverlust aus der Nase und ein verständliches Sprechen. Defektprothesen sind also ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesamtbehandlung eines Patienten.

Defektprothesen werden zwar von spezialisierten Zahnärzten - in der Regel an Universitätszahnkliniken - hergestellt, müssen aber von den gesetzlichen Krankenkassen komplett bezahlt werden. Diese Auffassung wird zwar nicht von allen Krankenkassen geteilt, jedoch hat Frau Ministerin Andrea Fischer in einem Schreiben vom 28. Juni 1999 festgestellt, daß das Bundesministerium "Resektions- und Defektprothesen nicht als Versorgung mit Zahnersatz nach 30 SGB V ansieht". Eine Kopie des Schreibens kann bei M. Gente angefordet werden


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