G. Gehl (Zürich):

Ein Verfahren zur Herstellung von Epithesen

Seit dem l. Juni 1994 ist die Stelle des Leiters der Abteilung für Epithetik im Universitätsspital Zürich neu besetzt. Als Nachfolger von Frau E. Stoiber führte Dr. G. Gehl seine in Erlangen entwickelte Technik zur Anfertigung von Epithesen in Zürich ein. Zur Erstellung eines Epithesen-Wachsmodells finden teilkonfektionierte Epithesen schabionen Verwendung (GEHL 1985 u. 1990). Deshalb wird neuerdings auch in Zürich auf eine Abdrucknahme der Defektsituation verzichtet. Als Immediatversorgung wird eine Silikonepithese angefertigt und mittels federhartem Drahtbügel am Brillenrahmen fixiert (GEHL 1994). Die brillenretinierte Silikonepithese bedeckt wie ein dünner Deckel (gr.: epi thema = Deckel) den Defekt, ohne den Wundbereich zu berühren. Als Langzeitprovisorium dient diese Epithese bis zur Abklärung einer definitiven Implantatverankerung. Die definitive epithetische Rehabilitation wird nach dem Konzept einer magnetretinierten Vollsilikonepithese durchgeführt (GEHL 1992 u. 1995). Dabei verzichten wir auf eine Stegkonstruktion aus Gründen der periimplantären Hygiene und vermeiden eine Acrylatbasis zugunsten der vollen Flexibilität der Silikonepithese. Die Kontermagneten werden mittels bonding agent im Epithesenkörper fixiert (GEHL 1995).

Literatur:

  • Ein neues Verfahren bei der Versorgung von Gesichtsdefekten. In: F. Ehring: Die Epithese zur Rehabilitation des Gesichtsversehrten, Quintessenz Verlag Berlin (1985) 77-82


  • Epithesenmodell ohne Abformung? In: Kongressband zum II. Internationalen Sympo- sium für Epithetik und Chirurgische Prothetik, Linz (1990) 29-34


  • Eine neuartige Fixierung bei Silikonepithesen. In: Kongressband zum IV. Internationalen Symposium für Epithetik und Chirurgische Prothetik, Linz (1992) 39- 44


  • Die Immediatepithese. In: Dtsch Zahnärztl Z, Hanser Verlag München (1994) 138- 141


  • Epithetische Versorgungsmöglichkeiten im Gesichtsbereich. In: Tagungsband der 18. Jahrestagung der Vereinigung für Operative und Onkologische Dermatologie, Zürich (1995)


  • Die implantatfixierte Vollsilikonepithese ohne PMMA-Basis. In: Kongressband zum VII. Internationalen Symposium für Epithetik und Chirurgische Prothetik, Linz (1995)




  • Korrespondenzadresse:

    Korrespondenzadresse seit 1.1.2008:
    Dr. Gerolf Gehl, Praxisgemeinschaft Zentrum Felsenburg
    Thundorferstrasse 4
    CH-8500 Frauenfeld
    Tel +41 (0)52 723 24 25 | Fax +41 (0)52 723 24 20

    E-Mail: info@gerolfgehl.ch


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