V. Kalski (Saarbrücken):

Wie wichtig ist die Vorbereitung auf "Therapie-Abschluss?"

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrter Herr Vorsitzender.
Der Übergang aus Ihrer professionellen Fürsorge in die familiäre Gemeinschaft des Patienten ist zu krass, als dass wir den Therapie-Abschluss nicht genügend beachten sollten.
Für alle Beteiligte ist es sehr schwierig ein Therapie-Ende festzulegen. Mit dem Ausräumen des Tumors sind wir nicht gleichzeitig gesund. Krebs ist nicht nur Krankheit, sondern auch Zustand, Perspektivlosigkeit, sozialer Abstieg und vieles mehr. Sie können Einfluss nehmen, auf die nächste Zukunft Ihres Patienten, auf sein Empfinden und die Lebensqualität. Was ich durch den verpassten Therapie-Abschluss vermisste durfte ich erst sehr viel später erfahren.
Rezidiv-Angst, Schmerzmittel-Entzug, Defekt-Entstehung, Organverlust, Defekt-Akzeptanz, Defekt-Abdeckung, u.v.m. belasten den nicht mehr sehr belastbaren "ImmernochPatienten". Die gerade wieder gewonnene Lebensfreude, wir haben schließlich überlebt, verringert sich gefährlich schnell und mindert auch ihre Erfolge.
Ich selbst habe das alles wieder einigermaßen für mich hingekriegt, weiß aber auch, dass Andere alleine nicht so gut zurecht kommen können. Haben Sie Verständnis für die Wünsche des Betroffenen, und wenn sie noch so ausgefallen sind.
Ich freue mich sehr auch in Dresden wieder dabei zu sein und bedanke mich ganz herzlich bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit, sowie Ihre Orientierung am Patienten. Vielen Dank

Korrespondenzadresse:
Volker Kalski
Thüringer Str. 22
66121 Saarbrücken


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