A. Renk und N. Schilling (Würzburg):

Die einzeitige Abformung von Oberkieferdefekten

Einleitung
Die Abformung von Defekten nach Resektionen am Oberkiefer stellt ein besonderes Problem dar, da die Defekte häufig offene Verbindungen zur Kieferhöhle oder breitflächige Eröffnungen des Nasenraums aufweisen. Die Defekte sind meist sehr groß und ihre Grenzen oft nicht einsehbar. Deshalb wurden in der Vergangenheit Defektabformungen im Oberkiefer in der Regel in mehreren Schritten oder auch als geteilte Abformungen eventuell sogar mit mehreren Werkstoffen durchgeführt.

Material und Methode
Mit modernen hochflexiblen Abformwerkstoffen läßt sich die oben aufgeführte Problematik ganz umgehen, da die geringe Shorehärte dieser Materialien das Entfernen der Abformung auch aus starken Unterschnitten erlaubt. Weiterhin sind diese Werkstoffe sehr standfest, so dass die Gefahr des Eindringens in nicht einsehbare Räume praktisch nicht gegeben ist. Die Abformungen sind äußerst formstabil und können gegebenenfalls sogar zur Probe noch einmal in den Defekt eingesetzt werden.

Resultate und Diskussion
Es werden verschiedene Beispiele der einzeitigen Abformung von Oberkieferdefekten vorgestellt und dabei die Vorteile dieser Technik gegenüber den bisherigen Verfahren dargelegt. In der Diskussion wird die Anwendungsbreite erörtert, aber auch die Einschränkung bei Funktionsabformungen aufgezeigt

Korrespondenzadresse:
Prof. Dr. A. Renk
Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Pleicherwall 2
97070 Würzburg
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