G. Gehl (Zürich):

Neue Resultate zur Randkorrektur und Unterfütterung bei Epithesen

Das Ziel der exakten Abdrucknahme in der postoperativen Kiefer- und Gesichtsprothetik ist eine optimale Randgestaltung für die Prothesen- bzw. Epithesenanpassung. Nach Fertigstellung einer Prothese kommt es allerdings vor, dass im Heilungsverlauf die Defektränder eine topographische Veränderung aufweisen und deshalb der Randschluss erneut angepasst werden soll. Eine Korrektur ist jedoch nur bei wenigen Epithesenwerkstoffen möglich: Während PMMA- Epithesen in bekannter Weise korrekturfähig sind, ist die Reparatur bei Epithesen aus Silikon bisher nur eingeschränkt erfolgreich. Neue Möglichkeiten für die Rand- und Basisgestaltung bei Epithesen scheinen sich nun bei einem weichbleibenden Prothesen- Unterfütterungsmaterial zu eröffnen:

Das Unterfütterungsmaterial Mucopren (Kettenbach Dental) wurde seit zwei Jahren auf seine Korrekturfähigkeit geprüft, zur Anfertigung von Epithesen modifiziert und als Basis- und Korrekturmaterial in der Epithetik klinisch eingesetzt und erprobt. Korrekturabdrücke, Erweiterung oder Neugestaltung des Epithesenrandes, sowie die direkte Unterfütterung waren unproblematisch. Das Material weist eine hohe Haltbarkeit und Formbeständigkeit auf. Korrekturen des Randes wiesen eine gute Verbindung mit dem Material der Epithese auf. Die Fräsbarkeit und Polierbarkeit, bzw. Versieglung werden noch erprobt.

Korrespondenzadresse seit 1.1.2008:
Dr. Gerolf Gehl, Praxisgemeinschaft Zentrum Felsenburg
Thundorferstrasse 4
CH-8500 Frauenfeld
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E-Mail: info@gerolfgehl.ch

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