H. Klapper, B.Frerich, A.Schmechel, A.Hemprich, Th. Reiber:

Der Einsatz von Implantaten bei der Rehabilitation von Patienten mit Defekten im Kiefer-Gesichts-Bereich
Auswertung der versorgten Patienten in Leipzig von 1998-2003


Problemstellung
Bei der Therapie von Tumoren im Kiefer- Gesichtsbereich entstehen vor allem durch Resektionen, aber auch durch zusätzlich notwendige Behandlungen wie Strahlen- und/oder Chemotherapien teils sehr ausgedehnte Defekte. Diese führen zu vielfältigen, gravierenden Funktionseinschränkungen bei der Mastikation, Phonation oder Schluckfunktion sowie zu erheblichen ästhetischen Beeinträchtigungen mit ausgeprägten Belastungen der Psyche der Kiefer-Gesichts-Versehrten. Die Rehabilitation dieser Patientengruppe stellt meist hohe Anforderungen an das chirurgische rekonstruktive Vorgehen und die nachfolgende resektionsprothetische oder epithetische Versorgung. In der letzten Zeit kommen vermehrt Implantate zum Einsatz um eine ausreichend stabile Fixierung der Resektionsprothese oder der Epithese zu erreichen. Dabei ist es notwendig das komplexe Konzept der Gesamtbehandlung zwischen Mund-, Kiefer-Gesichtschirurgie und Chirurgischer Prothetik bereits vor Beginn und während der Therapie eng aufeinander abzustimmen.

Material und Methode
Im Vortrag wird die Planung und Vorgehensweise bei der meist komplexen kieferchirurgischen und resektionsprothetischen sowie epithetischen Versorgung von Patienten mit Defekten im Kiefer-Gesichtsbereich dargestellt. Anhand von Fallbeispielen werden die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Behandlungsstrategien aus einem interdisziplinären Therapieansatz heraus dargestellt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf den Einsatz von Implantaten bei der Fixierung von Resektionsprothesen und Epithesen gelegt.

Ergebnisse/Schlussfolgerungen
Im Rahmen des Vortrages werden durch klinische Fallbeispiele verschiedene Möglichkeiten der Versorgung Defekten im Kiefer-Gesichtsbereich mit Resektionsprothesen oder Epithesen aufgezeigt. Anhand der von 1998-2003 in unserer Klinik versorgten Patienten werden Auswertungen z. B. zu Möglichkeiten der rekonstruktiven Vorbehandlung, zu Implantatanzahl und Position, zu Implantatverlusten, zur Implantatpflege sowie zur Lebensqualität unserer Patienten dargestellt. Für eine bestmögliche Versorgung von Patienten mit Defekten im Bereich des Kiefer und/ oder des Gesichtes ist eine enge interdisziplinäre Absprache zwischen Mund-, Kiefer-Gesichtschirurgie und Prothetik unumgänglich. Dabei können u.U. auftretende Probleme diskutiert und das Therapiekonzept besser auf die spezielle Patientensituation abgestimmt werden.


Korrespondenzadresse:
Dr. Horst-Uwe Klapper
Leiter Chirurgische Prothetik und Epithetik
Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde
Universität Leipzig, Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Nürnberger Str. 57
04103 Leipzig

Telefon: 0341-9721306
Fax: 0341-9721309


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