A. Piwowarczyk1, C.M. Paffrath1, C.A. Landers2 und H.-Ch. Lauer1:
(1) Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, Zentrum der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/Main
(2) Klinik für Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main

Versorgung von Patienten mit Maxillateilresektion mittels des Galvano-Keramik-Konuskronen-Konzeptes

Problemstellung:
Ausgedehnte knöcherne Defekte nach Tumorresektionen oder Trauma erfordern eine Berücksichtigung der anatomischen Bedingungen, die mit einer komplexen chirurgisch-prothetischen Gesamtplanung und Umsetzung verbunden ist. Auf Grund umfangreicher Resektionen weisen Obturatorprothesen häufig eine unzureichende Abstützung auf. Ein möglicher Restzahnbestand kann durch ungünstige Abstützungspolygone und damit verbundene große Hebelwirkungen überlastet werden. Demzufolge ist es erforderlich, unter Verwendung von dentalen Implantaten und/oder Zygomaimplantaten eine quadranguläre Abstützung, vor allem im Resektionsbereich, zu verwirklichen.

Material und Methode:
In Zusammenarbeit mit der Klinik für Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie und der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik in Frankfurt am Main erfolgte eine fallbezogene Planung von vier Patienten/innen nach Maxillateilresektion. Im Rahmen der Gesamtplanung erfolgte bei allen Patienten/innen eine Pfeilervermehrung mit Hilfe von Zygomaimplantaten, um eine quadranguläre Abstützung zu erzielen. Als prothetisches Therapiemittel diente das Galvano-Keramik-Konuskronen-Konzept. Dieses Vorgehen ermöglicht - nach Zementierung der Keramikprimärteile aus Zirkoniumdioxid durch eine intraorale Fügung von Sekundärteilen und Mesostruktur - eine sekundär verblockte und spannungsfrei sitzende Obturatorprothese herzustellen. Nach Eingliederung der Versorgungen wurden die Patientenzufriedenheit, der Halt und das Sprachbild evaluiert. Exemplarisch wird die chirurgisch-prothetische Rehabilitation eines Patientenfalls nach ausgedehnter Maxillateilresektion dargestellt.

Schlussfolgerung:
Das Galvano-Keramik-Konuskronen-Konzept in Verbindung mit einer quadrangulären Abstützung nach Insertion von Zygomaimplantaten stellt für Patienten nach Maxillateilresektion ein äußerst zuverlässiges Therapiemittel dar. Diese Einschätzung wird durch die subjektive Bewertung des/der Patienten/innen bestätigt.




Korrespondenzadresse:
OA Priv.-Doz. Dr. Dr. Andree Piwowarczyk
Zentrum der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main
Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Theodor-Stern-Kai 7
60590 Frankfurt am Main
E-Mail: piwowarczyk@gmx.de
Tel.: 069/6301-5633


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