A. Wolowski und C. Runte, Münster:


"Angesichts der Diagnose"

Die Arzt-Patient-Kommunikation gewinnt immer mehr an Bedeutung. Sie gestaltet sich jedoch in zunehmendem Maße auch als Herausforderung. Patienten werden kritischer. Sie haben bessere Informationsmöglichkeiten durch das Internet. Sie werden fordernder, und juristische Konsequenzen, die z. B. mangelhafte Aufklärung oder eine schlechte Dokumentation zur Folge hat, belasten Zahnärzte im täglichen Umgang mit Patienten, zumal im Rahmen der Ausbildung diese Aspekte in der Regel nicht professionalisiert werden. Besonders schwierig gestaltet sich die Gesprächssituation mit Patienten, die über eine möglicherweise lebensbedrohende und/oder entstellende Erkrankung aufgeklärt werden müssen. Es herrscht immer noch große Unsicherheit, wie viel Aufklärung sinnvoll ist und vor allem, wie man mit den Reaktionen der Patienten und ihren Angehörigen umgeht. Studienergebnisse zeigen, dass eine gut erlebte Kommunikation positive Effekte im Sinne von verbesserter Lebensqualität, Verkürzung des Krankheitsverlaufs und Verringerung der Nebenwirkung zur Folge hat. Vor diesem Hintergrund ist es nicht nur angesichts einer lebensbedrohenden Diagnose unabdingbar, sich mit dem "Instrument" Kommunikation auseinanderzusetzen.


Korrespondenzadresse:
PD Dr. Anne Wolowski
Poliklinik für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien
Westfälische Wilhelms Universität Münster
Albert Schweitzer Campus 1/W30
48149 Münster

E-mail: wolowsk@uni-muenster.de


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