S. Linsen, Bonn:

Implantatprothetische Versorgung von Patienten mit Tumorresektionen


Neben den operationsbedingten Folgen einer Tumorresektion erschweren die Folgen einer Strahlentherapie die prothetische Versorgung von Patienten mit Kiefer-Gesichtsdefekten zusätzlich. Hauptziele der prothetischen Rehabilitation sind neben der Verbesserung der Ästhetik, die Normalisierung und Wiederherstellung der Kau-, Schluck-, Atem- und Sprachfunktion. Eine konventionelle prothetische Versorgung stößt allerdings schnell an ihre Grenzen oder ist sogar unmöglich. Durch die Insertion von Implantaten kann jedoch -ebenso wie beim gesunden Patienten etabliert- eine adäquate orale Rehabilitation mit einer Verbesserung der Retention, Abstützung und Lagestabilität der prothetischen Versorgung erreicht werden. Darüber hinaus ist gerade nach knöcherner Rekonstruktion von Defekten eine funktionelle Stimulation des Knochentransplantates durch Implantate zur Vermeidung einer Inaktivitätsatrophie wünschenswert.

Über die Vorteile einer bestimmten Art der defektprothetischen Versorgung besteht in der Literatur jedoch keine einheitliche Meinung. Dies ist auf die hohe Individualität der prothetischen Versorgungen bedingt durch Topographie und Größe der Defekte zurückzuführen. Anhand verschiedener Fallbeispiele soll das prothetische Konzept der Versorgung von Patienten mit Tumorresektionen mit und ohne Strahlentherapie mittels oraler Implantate an der Universität Bonn dargestellt werden.

Korrespondenzadresse:
OÄ PD Dr. Sabine Linsen
ZZMK -Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Welschnonnenstraße 17
53111 Bonn
E-Mail: sabinelinsen@web.de



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