P. Rehmann, B. Wöstmann, Gießen :


Provisorische Versorgung von Patienten nach Oberkieferteilresektion

Nicht immer findet nach Tumorresektionen im Mund-, Kiefer-, Gesichtsbereich ein sofortiger chirurgischer Defektverschluss statt, so dass die Patienten für einen gewissen Zeitraum insbesondere im Oberkiefer eine provisorische Versorgung benötigen. Dabei hat eine entsprechende Interims-Obturatorprothese das Hauptziel sowohl Mund- und Nasen- sowie Kieferhöhle hermetisch voneinander zu trennen, wie auch die für den Kau- und Schluckakt und die normale Phonation erforderliche Abdichtung zu bewerkstelligen [Parr, Gardner 2003; Ulrici, Vogel, Klinghammer 1993]. Ebenso soll das Weichgewebe gestützt und die Nasenatmung wiederhergestellt werden [Rasche 2010]. In der Regel wird zur Anfertigung der provisorischen Versorgung ein zweiphasig-zweizeitiges Vorgehen favorisiert: Zuerst wird der Trägerersatz hergestellt, danach der Obturator [Rasche 2010]. Dafür ist es notwendig, dass vor dem operativen Eingriff entweder Zahnersatz bereits vorhanden ist, oder aber ein Interimsersatz angefertigt wird. In beiden Situationen kann dann nach Entfernung der Tamponade die Konstruktion zur Obturatorprothese umgearbeitet werden.

In der Präsentation soll beispielhaft die provisorische Versorgung (Abb.1 und 2) an einigen Patientenfällen geschildert werden.


Abb.1: Zustand nach OK-Teilresektion

Abb.2: Provisorische Prothese



Korrespondenzadresse:
OA Dr. Peter Rehmann
Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Zentrum für ZMK
Justus-Liebig Universität Gießen
Schlangenzahl 14
D-35392 Giessen
E-Mail: Peter.Rehmann@dentist.med.uni-giessen.de



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