M. Ebert, M. Klein, H. Menneking, J. Bier:

Vorteile einer umfassenden digitalen Verwaltung und Dokumentation von Patienten mit kranio-fazialen Implantaten und epithetischen Versorgungen über eine spezielle Datenbank-Software

  1. Eine im Laufe der Jahre stetig zunehmende Anzahl epithetisch versorgter Patienten führt zwangsläufig zu täglich anwachsenden und dadurch unübersichtlich großen Datenmengen jeglicher Art. Ein kurzfristiger und komfortabler Zugriff auf alle individuellen Patienten-Daten einschließlich Fotodokumentationen und Röntgenbildern ist besonders in größeren Abteilungen auf herkömmlichem Wege nur mit einem entsprechenden Aufwand zu gewährleisten.

  2. 1996 entschieden wir uns, selbst eine Datenbank-Anwendung zur Verwaltung epithetisch versorgter Patienten zu entwickeln, da eine entsprechende Software-Lösung nicht erhältlich war. Ziel der Entwicklung von "Impase" war es, eine umfassende und möglichst präzise Patienten-Dokumentation ohne die bekannten Nachteile der herkömmlichen Karteiführung zu erreichen. Zudem sollte eine statistisch-wissenschaftliche Aufarbeitung der Daten möglich sein.

  3. Erfasst werden unter einer grafischen und intuitiven Oberfläche sämtliche persönlichen und anamnestischen Patienten-Daten. Bei Verwendung von kranio-fazialen Implantaten ist eine grafische Darstellung der genauen Position dieser am Gesichtsschädel möglich. Sämtliche Implantat-Daten inklusive Suprakonstruktion, Versorgung und auch Verluste können genau dokumentiert und über eine globale Suchfunktion auch statistisch-wissenschaftlich ausgewertet werden. Darüber hinaus können die regelmäßigen Nachsorge-Untersuchungen übersichtlich dokumentiert werden.

  4. Da sich "Impase" bei uns im klinischen Alltag sehr bewährt hat, haben wir die Software stetig weiterentwickelt. Hinzugekommen sind die Terminverwaltung, eine Kurzinformation mit wichtigen Patienten-Daten, diverse automatische Berechnungen und auch die Möglichkeit der ebenfalls vollständigen Dokumentation von Patienten mit intraoralen Implantaten und Versorgungen inklusive Zahnbefund und einer einfachen OP-Planung.

    Eine Bild-Datenbank für digitale Fotos und digitale oder gescannte Röntgenbilder wird ebenfalls integriert. Die Wertelisten der einzelnen Datenbank-Felder sind frei definierbar, so daß diese Software auch in anderen Kliniken eingesetzt werden könnte.

Anmerkung:

Geplant ist, soweit die Möglichkeit besteht, eine Live-Demonstration mit einem mobilen Computer und PAL-Anschluß über Fernseh-Bildschirme im Hörsaal. Alternativ käme eine Demonstration über einen LCD-Projektor, der gegebenenfalls mitgebracht werden könnte, in Frage.

Autorenadressen:
M. Ebert, Dr. Dr. M. Klein,
Dr. Dr. H. Menneking und Prof. Dr. Dr. J. Bier
Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Charité, Campus Virchow - Klinikum
Medizinische Fakultät der Humboldt - Universität zu Berlin
Augustenburger Platz 1
D - 13353 Berlin


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