S. Dehnbostel:

Die Austernschalen-Methode - eine Lösung zur Reduktion der Keloid-Bildung bei Teilresektion des Ohres

Einleitung:
Eine fachliche Herausforderung in der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen behandelnden Ärzten und Epithetikern ist die postoperative und praeepithetische Versorgung von Patienten unter besonderer Berücksichtigung der in diesem Zwischenstadium zu gewährleistenden, effektiven Wundheilung und medikamentösen Versorgung.

Zielsetzung:
Im Fall der Teilresektion des Ohres zeigt sich im besonderen die extreme Reepithelisation - Kelloidbildung - und somit auch schwierigen anschließenden epithetischen Versorgung. Der Problematik der extensiven Narbenbildung soll mit der Austernschalen-Methode begegnet werden.

Material und Methode:
In diesen speziellen Fällen hat sich die Austernschalen-Methode (Hohlmuschel) als ideale Zwischenlösung für die Phase der Wundheilung erwiesen. Durch eine Hohlkammer, die sich aus dem zusammenführen DES Primär- und Sekundärteils mit einem Platzhalter zur Wahrung der Distanz ergibt, wird das verbleibende Restohr nicht nur von einem schützenden "Mantel" umgeben, sondern auch gleichzeitig die Funktion als Medikamententräger mit "Druck" sichergestellt. Als Material können NEM, Titan oder Gold zum Einsatz kommen.

Resultat und Diskussion:
Hieraus ergibt sich in der praeepithetischen Phase, und beim konstanten Einsatzes der Austernschalen-Methode, eine optimale Wundheilung des teilresezierten Ohres unter weitgehender Vermeidung der Kelloidbildung und somit entstehendem "Wilden Fleisch". Durch diese Begleittechnik kann somit eine wesentlich bessere Voraussetzung für die epithetische Versorgung geschaffen werden.

Autorenadresse:
Sylvia Dehnbostel
Institut für Epithetik
Im Nordfeld 13
D - 29336 Nienhagen


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