A. Thriemer, H.-U. Klapper, I. Sterker, P. Wiedemann und Th. Reiber:

Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung von Kindern mit angeborenem klinischen Anophthalmus

Einleitung
Die Therapie eines angeborenen klinischen Anophthalmus erfordert ein komplexes Behandlungsmanagement. Dazu ist eine optimale interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ophthalmologen, der Chirurgischen Prothetik und der Kieferchirurgie notwendig. Aufgabe der Chirurgischen Prothetik ist dabei die Anpassung von Orbitaexpandern zur Stimulierung des Wachstums.

Zielsetzung
Im Poster wird die Vorgehensweise bei der Therapie des angeborenen klinischen Anophthalmus an der Universität Leipzig anhand von Patientenfällen vorgestellt.

Material und Methode
Beschrieben und durch Fotos unterlegt werden nicht nur die Vorgehensweise bei der Abformung der Orbita und der Herstellung des Orbitaexpanders im Labor, sondern auch die durch die Expander erreichten Behandlungsergebnisse. Zur Abformung wird ein knetbares Silikon angewandt, welches unter leichtem Druck in die mit Vaseline isolierte Orbita appliziert wird. Im Labor erfolgt die Überführung in Kunststoff durch Langzeitpolymerisation. Wesentlich für den Therapieerfolg ist eine regelmäßige Kontrolle und Korrektur/Neuanfertigung des Expanders, um einen gleichbleibenden Wachstumsreiz auszuüben.

Resultate und Diskussion
Ziel der Behandlung mit Orbitaexpandern ist es, Gesichtsasymmetrien durch frühzeitige Wachstumsstimulierung zu vermeiden und eine prothesenfähige Orbita zu erhalten. Die Therapie erfolgt an der Universität Leipzig in interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen der Klinik für Augenheilkunde und der Klinik und Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde/Chirurgische Prothetik.

Autorenadressen:
A. Thriemer, H.-U. Klapper und Th. Reiber
Universität Leipzig
Zentrum für ZMK Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde
Nürnberger Str. 57
D - 04103 Leipzig

I. Sterker und P. Wiedemann
Universität Leipzig
Klinik für Augenheilkunde
Liebigstr. 10/14
04103 Leipzig


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