J. Herrmann, R. Dammer und W. Hosemann:

Funktionelle und ästhetische Rehabilitation durch Implantate im Os zygomaticum nach Hemisektion der unbezahnten Maxilla

Die ästhetische und funktionelle Rekonstruktion der Oberkiefer- und Mittelgesichtsregion stellt nach Tumorresektion eine komplexe chirurgisch/prothetische Aufgabe dar. Kleinere resektionsbedingte Defekte des zahntragenden Kiefers können mittels Implantaten in der Maxilla und schleimhautgetragenem Zahnersatz suffizient versorgt werden. Bei ausgedehnten Resektionen der unbezahnten Maxilla ist dies nicht möglich.

Bei der chirurgisch/prothetischen Versorgung eines 62 Jahre alten Patienten mit ausgedehnten ossären Defekten der Maxilla (Z. n. Hemisektion aufgrund eines Plattenepithelkarzinoms der rechten Nasenhaupthöhle pT4 NO MX) wurde ein neuer innovativer Therapieansatz gewählt. Nach CT-gestützter Planung wurden neben enossalen Implantaten im Bereich der unbezahnten Maxilla zwei Implantate im Os zygomaticum auf der Defektseite inseriert. Erst durch Insertion der Implantate im Os zygomaticum ist eine statisch günstige, flächige Abstützung der Defektprothese möglich. Als Suprakonstruktion wurde ein titansteggetragener Obturator gefertigt. Durch die gewählte Versorgung konnte der Patient funktionell, phonetisch und ästhetisch voll rehabilitiert werden.

Die enossalen Implantation im Os zygomaticum stellt bei ausgedehnten ossären Defekten der Maxilla eine gute Möglichkeit zur suffizienten Abstützung einer Defektprothese dar.

Autorenadressen:
Dr. Jochen Herrmann und PD Dr. Dr. R. Dammer
Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
der Universität Regensburg

Prof. Dr. W. Hosemann
Klinik und Poliklinik für Hals - Nasen - Ohren - Heilkunde
der Universität Regensburg

Franz - Josef - Strauß - Allee 11
D - 93053 Regensburg


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