Hartmut Stemmann und Hjalmar Stemmann:

Magnetretenierte Kombination zwischen Nasenflügelepithese und Obturator


Einleitung:
Nach operativer Entfernung eines Karzinoms konnten im Nahbereich des Defektes keine implantierfähigen Knochenbereiche lokalisiert werden. Es wurden deshalb großflächig gestaltete Epithesen mit Hilfe von Hautklebern und Tesafilm befestigt. Dieser Zustand war nicht akzeptabel, zumal der Patient ein Ladengeschäft betreibt. Der Patient ist ein starker Zigarettenraucher!

Zielsetzung:
Es wurde deshalb eine stark reduzierte, nur auf den Defektbereich ausgerichtete Nasenflügelepithese gestaltet. Sie wurde über Magnete an einen Obturator und durch eine vorhandene Perforation in der Nasenscheidewand günstig verankert.

Material und Methode:
Zur sicheren Luftdurchlässigkeit bei der Atmung wurde ein Titanrohr gefertigt, welches gleichzeitig zur Aufnahme eines Rauchfilters (Pfeifenfilter) dienen kann. Titanmagnetics wurden mit Retentionen zur Silikonbefestigung versehen. Der Obturator wurde aus Silikon "Episil" der Firma Dreve gefertigt, das Titanrohr und der Magnet eingearbeitet. In den intakten Nasengang wurde ein Klipp mit einem Magneten, der durch die Perforation wirksam werden konnte, eingebracht. Somit standen zwei Titanmagnetics mit einer Haltekraft von zusammen 600 Ncm für die Adaption der Nasenflügelepithese zur Verfügung. Die Nasenflügelepithese wurde lege artis gefertigt.

Resultat und Diskussion:
Der Patient ist mit seinem jetzigen Auftritt gegenüber seinen Kunden sehr zufrieden, er ist psychisch sehr stabilisiert. Auf Klebemittel braucht er nicht mehr zurückzugreifen, Hautreizungen treten auf der intakten Nasenoberfläche nicht mehr auf.

Autorenadressen:
ZTM u. Epithetiker Hartmut Stemmann
Stemmann zahntechnik GmbH und Institut cranio facial
Kollausstr. 6
D - 22529 Hamburg

Dipl.-Volksw. Hjalmar Stemmann
steco-system-technik GmbH & Co. KG
Kollausstr. 6
D - 22529 Hamburg


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